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zukunft

Zurück in die Zukunft

Grasenick K. (2010)
Zurück in die Zukunft: Zur Verbesserung von Auswahlverfahren geförderter Forschung
Working Paper; Graz

zurück_in_die_zukunft

Abstract

Neue  Formen  der  Wissensproduktion  haben  in  den  letzten  Jahrzehnten  zunehmend  an  Bedeutung  gewonnen  und  finden  in  der  Gestaltung  von  Forschungsförderungsprogrammen  durch ein differenziertes Anreizsystem für die Forschung ihre Entsprechung. Mit diesen neuen Anreizsystemen, welche gezielt die Entstehung unterschiedlicher „Produktionsstätten“ für wissenschaftliche Forschung in kooperativen Projekten und Zentren unterstützen, sind auch die Ansprüche an die  Umsetzung  gestiegen.  Zusätzlich  zur  wissenschaftlichen  Kompetenz  gewinnen  dabei  bspw. Führungsaufgaben,  Fragen  des  Forschungsmanagements  und  des  Aufbaus  heterogener  Netzwerke an Bedeutung.

In  der  vorliegenden  Arbeit  werden  diese  Kompetenzen  entsprechend  der  Komplexität  von Forschungsprojekten systematisiert.

An Hand von Programmen des österreichischen Forschungsförderungssystems wird exemplarisch dargelegt, inwieweit die in den Programmplanungsdokumenten beschriebenen Kompetenzen und Bewertungskriterien den zu erwartenden Anforderungen – und damit benötigten Kompetenzen – entsprechen.

Zielsetzung  ist  es,  einen  geeigneten  Orientierungsrahmen  für  die  Gestaltung  von  Auswahlverfahren  von  Forschungsförderungsprogrammen  zu  schaffen.  Es  wird  dabei  insbesondere  auf  das Peer  Review  Verfahren  als  Schlüsselinstrument  der  Bewertung  von  Forschungsvorhaben  eingegangen.

Ausgehend  von  einer  empirischen  Analyse  wird  ein  Schema  zur  Einordnung  des  Komplexitätsgrades  spezifischer  Förderungen  entwickelt  und  dargelegt,  welche  Kompetenzen  in  den  entsprechenden Auswahlverfahren Berücksichtigung finden sollten.

Durch  weiterführende  empirische  Studien  kann  das  Verständnis  der  Anforderungen  für  die erfolgreiche  Umsetzung  geförderter  Forschung  vertieft  und  eine  Optimierung  der  Auswahlverfahren   erreicht   werden.   Wesentliche   Bestandteile   sind   die   Entwicklung   und   Auswahl standardisierter  Leitfragen  an  Hand  des  Komplexitätsgrades  der  spezifischen  Förderung  sowie die Vorbereitung der am Auswahlprozess beteiligten Peers und Jury Mitglieder.